Warum verlieren Pferde manchmal schon so früh ihr Fell und was kann man dagegen tun? – Paardenkriebels


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Warum verlieren Pferde manchmal schon so früh ihr Fell und was kann man dagegen tun?.

Viele Pferdebesitzer erleben es jedes Jahr aufs Neue: Die Haare fliegen nur so durch die Luft, manchmal schon im August oder sogar noch früher. Obwohl der Sommer noch in vollem Gange ist, scheint Ihr Pferd bereits mit dem nächsten Fellwechsel beschäftigt zu sein. Das wirft Fragen auf: Warum beginnt ein Pferd so früh mit dem Fellwechsel? Ist das normal? Und wie können Sie Ihr Pferd in dieser Zeit unterstützen?

In diesem Blog erkläre ich dir Schritt für Schritt, wie der Fellwechsel abläuft, welche Faktoren dabei eine Rolle spielen und was du als Besitzer tun kannst, um deinem Pferd zu helfen.

Der natürliche HaarwechselWarum verlieren Pferde manchmal schon so früh ihr Fell und was kann man dagegen tun?.

Die Tageslänge als wichtigster Auslöser

Der Fellwechsel bei Pferden wird vor allem durch die Anzahl der Tageslichtstunden gesteuert, nicht durch die Außentemperatur. Das Pferd reagiert über die Zirbeldrüse im Gehirn auf die Veränderung der Tageslänge. Wenn die Tage kürzer werden, sendet dies ein Signal an den Hormonhaushalt: Es ist Zeit, ein dickeres Fell vorzubereiten.

Deshalb sieht man oft, dass Pferde bereits im Juli/August beginnen, einen Teil ihres Sommerfells abzuwerfen, auch wenn die Tage noch warm sind. Der Körper bereitet sich auf den Winter vor.

Temperaturschwankungen und Klima

Obwohl das Tageslicht ausschlaggebend ist, können Temperaturschwankungen diesen Prozess verstärken. Warme Tage, gefolgt von kühlen Nächten, lassen den Körper darüber nachdenken: “Wird es schon Herbst?” Das erklärt, warum manche Pferde bei wechselhaftem Wetter offenbar schneller in den Fellwechsel kommen.

Faktoren, die den Haarausfall beeinflussen

Nicht alle Pferde wechseln ihr Fell zur gleichen Zeit oder im gleichen Tempo. Dies kann folgende Ursachen haben:

Rasse & Fellart
Friesen, Islandpferde, Shetlandponys und Zugpferde haben oft ein dickeres Fell und haaren stärker aus als Vollblüter oder Warmblüter.

Alter
Ältere Pferde wechseln ihr Fell meist langsamer und manchmal nicht vollständig. Dies kann mit einem gestörten Hormonhaushalt zusammenhängen.

Gesundheitszustand
Pferde mit geschwächtem Immunsystem oder einer Erkrankung

Ernährung
Ein Mangel an essenziellen Nährstoffen wie Zink, Kupfer, Selen, Biotin und Vitamin B kann zu stumpfem Fell und einem verzögerten oder unregelmäßigen Fellwechsel führen.

Stress und Management
Stress, wechselnde Unterbringung, zu wenig Bewegung oder eine zu einseitige Ernährung wirken sich ebenfalls auf den Zustand des Fells aus.

Wie kannst du dein Pferd beim Fellwechsel unterstützen?

1. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung

Die Grundlage bildet hochwertiges Raufutter. Heu enthält jedoch bei weitem nicht immer ausreichend Vitamine und Mineralstoffe. Ein Ergänzungsfuttermittel oder Mineralstoffpellets helfen dabei, Mangelerscheinungen auszugleichen.

Für ein schönes, geschmeidiges Fell sind vor allem Zink, Kupfer, Selen, Biotin und Vitamin E wichtig.

Natur

Manche Kräuter können dem Körper dabei helfen, Abfallstoffe auszuscheiden, und unterstützen die Leber, die Haut und das Immunsystem. Dazu gehören beispielsweise:

Brennnessel – reich an Mineralstoffen, stärkt die Abwehrkräfte und unterstützt die Ausscheidung von Schlackenstoffen.

Löwenzahn – unterstützt Leber und Nieren.

2. Richtige Fellpflege

Regelmäßiges Bürsten hilft, lose Haare zu entfernen, und regt die Durchblutung der Haut an. Gerade in den Wechseljahren kann dies eine große Erleichterung sein.

Bei Pferden, die aufgrund loser Haare unter starkem Juckreiz leiden, kann eine weiche Bürste oder eine Gummibürste einen großen Unterschied machen.

3. Behalten Sie den Widerstand im Auge

Stellen Sie fest, dass Ihr Pferd extrem stark haart, ein stumpfes Fell hat oder sich nur schwer durch das Fell bürsten lässt? Dann könnte mehr dahinterstecken. In diesem Fall ist es ratsam, einen Tierarzt hinzuzuziehen. Vor allem bei älteren Pferden kann eine frühzeitige Untersuchung auf PPID (Cushing) viel Klarheit schaffen.

4. Energie & Ruhe

Der Fellwechsel kostet Energie. Achte darauf, dass dein Pferd ausreichend Raufutter und Bewegung bekommt, und vermeide unnötigen Stress. Ein Pferd, das sich wohlfühlt, kommt in der Regel auch leichter durch den Fellwechsel.

Abschließend

Der Fellwechsel ist ein natürlicher Vorgang, den man nicht aufhalten kann. Aber du kannst deinem Pferd durchaus dabei helfen, dass dieser Vorgang reibungslos verläuft:

  • Mit der richtigen Ernährung,
  • Unterstützung von innen heraus,
  • Regelmäßige Pflege,
  • Und ein gutes Gespür für Gesundheit.

So bleibt nicht nur das Fell deines Pferdes schön, sondern dein vierbeiniger Freund fühlt sich auch fitter und wohler in seiner Haut.

 

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