Schimmel bei Pferden: Wie erkennt man ihn und was hilft wirklich?
Du striegelst dein Pferd und spürst plötzlich unter dem Fell eine kleine, kahle Stelle am Hals. Die Haare drumherum wirken dünner, und es gibt eine leichte Schuppenbildung. Eine Woche später scheint die Stelle etwas größer zu sein. Gerade jetzt, wo der Herbst feuchteres Wetter und den Einsatz von Decken mit sich bringt, bemerken viele Pferdebesitzer solche Veränderungen zum ersten Mal. In diesem Artikel erfährst du, wie du Schimmel bei deinem Pferd erkennst, wie er sich von Rainrot und Mok unterscheidet und wie du die Haut auf natürliche Weise unterstützen kannst.
Was ist Schimmel bei Pferden?
Pferdepilz ist eine Hautinfektion, die durch mikroskopisch kleine Pilze verursacht wird, die sich von Keratin in der Oberhaut und im Fell ernähren. Die Infektion entsteht häufig durch Kontakt mit einem infizierten Pferd, gemeinsam genutzten Pflegeutensilien oder einer infizierten Umgebung.
Bei einer Pilzinfektion können die Haare abbrechen oder ausfallen, wodurch kahle Stellen entstehen. Das unterscheidet eine Pilzinfektion von einem Hautproblem, bei dem vor allem die Haut selbst gereizt wird, ohne dass die Haare direkt ausfallen.
Eine Pilzinfektion kann von selbst auftreten, entwickelt sich jedoch schneller auf einer Haut, die bereits geschwächt ist, beispielsweise durch anhaltende Feuchtigkeit oder eine vorangegangene Reizung. Wie gesund die Hautbarriere ist, spielt daher eine größere Rolle, als oft angenommen wird.
Wie kann sich Schimmel bei einem Pferd äußern?
Die Infektion beginnt meist mit kleinen, runden Stellen, an denen das Fell dünner wird oder ausfällt, häufig am Hals, am Kopf, an den Flanken oder an den Stellen unter dem Sattel. Dieses runde Muster ist ein Hinweis darauf, besonders genau hinzuschauen.
Schimmel bei Pferden kann sich in Form von kleinen Flecken mit Schuppenbildung, einer etwas raueren Haut oder einem weniger glänzenden Fell zeigen. Auch kahle Stellen oder Krusten können sichtbar sein.
Wenn sich die Stellen schnell ausbreiten oder mehrere gleichzeitig auftreten, ist es ratsam, die Haut von einem Tierarzt untersuchen zu lassen. Achten Sie auch auf Stellen, die Sie nicht sofort sehen, wie beispielsweise unter dem Sattel oder unter einer Decke, denn dort bleibt eine beginnende Infektion oft länger verborgen, bevor Sie sie beim Putzen bemerken.
Warum ist Schimmel nicht dasselbe wie Regenrot oder Mok?
Schimmel, Regenrot und Mok werden in der Praxis oft miteinander verwechselt, da alle drei zu kahlen Stellen, Krusten oder rauer Haut führen können, obwohl die Ursache jeweils eine andere ist.
Regenrot ist eine Hauterkrankung, bei der häufig Krusten zu sehen sind und sich das Fell manchmal büschelweise löst. Wie sich diese Erkrankung von einer Pilzinfektion unterscheidet, erfährst du im Artikel über Regenrot bei Pferden. Regenrötel bei Pferden. Mok entsteht meist durch anhaltend feuchte und schlammige Bedingungen und äußert sich eher durch verdickte, faltige Haut als durch die runden, allmählich größer werdenden Flecken, die für Pilzbefall typisch sind.
Da diese Hautveränderungen einander ähneln können, lässt sich ohne Untersuchung nicht immer mit Sicherheit feststellen, worum es sich handelt. Im Zweifelsfall sollte man einen Tierarzt aufsuchen.
Ist Schimmel auf andere Pferde übertragbar?
Ja, Pilzinfektionen können unter bestimmten Umständen von Pferd zu Pferd und manchmal auch vom Pferd auf den Menschen übertragen werden, und zwar durch direkten Kontakt oder gemeinsam genutzte Pflegeutensilien.
Verwenden Sie daher vorzugsweise eigene Bürsten, Decken und Satteldecken und waschen Sie Material, das mit einer befallenen Stelle in Berührung gekommen ist, separat. Eine gute Hygiene im Stall begrenzt die weitere Ausbreitung. Wenn Sie bei sich selbst nach dem Kontakt mit einem befallenen Pferd eine Hautveränderung feststellen, suchen Sie bitte einen Arzt auf.
Welche Umstände machen die Haut anfällig für Pilzbefall?
Eine warme, feuchte Umgebung unter dem Fell oder unter einer Decke begünstigt die Bildung von Schimmel. Das ist vor allem im Herbst der Fall, wenn das Fell dichter wird und nach Regen langsamer trocknet.
Eine geschwächte Abwehrkraft, kleine Hautverletzungen durch Scheuern oder Beißen sowie häufiger Kontakt mit anderen Pferden, beispielsweise in einem stark frequentierten Stall oder einer Pensionspferdehaltung, erhöhen das Risiko, dass sich der Pilz festsetzt. Auch unzureichend belüftete Decken tragen dazu bei.
Auch Ausrüstung, die von mehreren Pferden gemeinsam genutzt wird – wie beispielsweise eine Bürste, ein Satteltuch oder eine Decke, die nicht gründlich gereinigt wurde –, kann die Übertragung begünstigen. Daher ist es ratsam, bei einem neuen Pferd im Stall oder nach einem Turnier besonders auf die gemeinsame Nutzung von Pflegeutensilien zu achten.
So pflegst du die Haut von außen
Regelmäßiges Bürsten und eine gründliche Kontrolle der Haut sind das A und O, insbesondere an Stellen, die unter einer Decke oder einem Sattel verborgen sind. Eine saubere, trockene Umgebung trägt dazu bei, die Haut in gutem Zustand zu halten, und eine gut atmungsaktive Decke verhindert, dass Feuchtigkeit lange unter dem Material verbleibt.
Für die tägliche Reinigung wird häufig die Green XL-Set für juckreizempfindliche Pferde, bestehend aus einem probiotischen Shampoo für den ganzen Körper und einer Neem-Salbe zur lokalen Pflege. Das Shampoo hilft, Schmutz und Talg sanft zu entfernen, und unterstützt das natürliche Hautgleichgewicht, während die Neem-Salbe die Haut geschmeidig hält. Wenn du die äußere Pflege mit einer Unterstützung von innen kombinieren möchtest, schau dir das Pflegepaket für pilzempfindliche Pferde oder das gesamte Sortiment in der Kategorie Pilz und Haut.
Unterstützung von innen heraus mit Kräutern
Neben der äußerlichen Pflege entscheiden sich manche Pferdebesitzer für Kräuter, um das Hautgleichgewicht zusätzlich zu unterstützen. Brennnessel, Klebkraut, Löwenzahn und Mariendistel werden hierfür häufig verwendet, um den Körper von innen heraus zu unterstützen.
Die Kräutermischung für pferde mit Pilzempfindlichkeit ist darauf abgestimmt. Steigern Sie die Dosierung bei Kräutern immer langsam und beginnen Sie mit einer kleinen Menge, um zu sehen, wie Ihr Pferd darauf reagiert. Kräuter sind nicht für jedes Pferd geeignet: Bei trächtigen Stuten, sehr jungen Fohlen und Pferden mit Leber- oder Nierenproblemen wird von ihrer Verwendung abgeraten, und bei der Einnahme von Medikamenten sollten Sie sich vorher mit Ihrem Tierarzt beraten.
Wähle den richtigen Ansatz für dein Pferd
Jedes Pferd reagiert anders, und welche Kombination aus äußerlicher Pflege und innerer Unterstützung am besten passt, hängt von der Situation deines Pferdes ab. Wenn du dir nicht sicher bist, was zu deinem Pferd passt, schick uns gerne eine Nachricht über WhatsApp oder eine E-Mail an info@paardenkriebels.nl. Auf der Kontaktseite Hier findest du alle Möglichkeiten, Kontakt aufzunehmen, damit ihr gemeinsam die richtige Pflege auswählen könnt.