Milben bei Pferden: So erkennst du sie im Herbst und Winter
Milben bei Pferden: Erkennen und verstehen
Milben bei Pferden: Erkennen und verstehen. Viele Pferde leiden in den kälteren Monaten unter Juckreiz, Schuppen oder kleinen Krusten – vor allem an den Beinen. Pferde mit viel Behang, wie Tinker, Friesen, Shires und andere Kaltblüter, scheinen besonders anfällig dafür zu sein. Eine der häufig genannten Ursachen sind Milben. Aber wie erkennt man das? Und woher weiß man, ob es sich wirklich um Milben handelt oder um etwas anderes, das ähnlich aussieht?
In diesem Blog erfährst du, wie du dein Pferd besser beobachten kannst, welche Anzeichen auf eine Milbenanfälligkeit hindeuten können und warum manche Pferde schneller davon betroffen sind als andere.
Warum treten Milben vor allem im Herbst und Winter auf?
Milben lieben Wärme, Feuchtigkeit und lange Haare. Im Winter:
Die Socken und die Tapete werden besonders voll
Die Haut bleibt durch Regen und Schlamm häufiger feucht.
Socken trocknen langsamer
Die Haut wird weniger mit Luft versorgt
Für Parasiten ist das der ideale Ort, um sich zu verstecken. Deshalb sieht man bei milbenanfälligen Pferden gerade in dieser Zeit häufiger, wie sie sich scheuern, mit den Hufen stampfen oder beißen.
Wie erkennt man eine mögliche Milbenanfälligkeit bei seinem Pferd?
Nicht jedes Pferd mit Schuppen oder Juckreiz hat Milben – deshalb ist es wichtig, genau hinzuschauen und abzutasten. Dies sind Anzeichen, die viele Besitzer erkennen:
✔ 1. Mit den Hinterbeinen stampfen oder schaben
Vor allem, wenn dein Pferd stillsteht, gebürstet oder gefüttert wird.
✔ 2. Späne in den Socken oder unter der Tapete
Manchmal sieht man sie erst, wenn man mit den Fingern durch die Haare fährt.
✔ 3. Kleine Krusten im unteren Bereich des Beins
Dies kann am Fettlappen oder entlang des Zehengelenks beginnen.
✔ 4. Unruhige oder empfindliche Beine
Dein Pferd zieht das Bein zurück oder reagiert schneller als gewöhnlich.
✔ 5. In das Fesselgelenk oder entlang des Schienbeins beißen
Vor allem an schlammigen Tagen oder nach einer Regenperiode.
Wichtig: Keines dieser Anzeichen beweist, dass es sich um Milben handelt.
Pferde können auch empfindlich reagieren, wenn sie schlammverschmierte Haut, trockene Haut, Stress, bestimmte Futtermittel oder einfach nur dicke Socken haben, die keine Luft durchlassen.
Warum sind Pferde mit viel Fell empfindlicher?
Die schöne, dicke Tapete, für die viele Rassen bekannt sind, besteht aus:
Feuchtigkeit gebunden
wärmespeichernd
Schmutz zwischen den Haaren
und lässt wenig Luft durch
Dadurch kann die Haut schneller gereizt werden. Selbst ohne Parasiten.
Aus diesem Grund leiden Tinker, Friesen, Shires, Clydesdales und Fjordpferde häufiger unter Schuppen, Juckreiz oder Krusten an den Beinen.
Was können Sie selbst tun, wenn Sie einen Milbenbefall vermuten?
Eine eindeutige Diagnose zu stellen, kann schwierig sein, aber du kannst dennoch:
✔ Die Socken regelmäßig abtasten und überprüfen
Auch wenn man von außen nichts sieht, kann sich unter der Tapete alles Mögliche verbergen.
✔ Die Haut sauber und trocken halten
Vor allem nach einem regnerischen Tag oder bei schlammigem Paddock.
✔ Auf Veränderungen achten
Stampfen, Scheuern oder plötzlich auftretende Krusten sollten beachtet werden.
✔ Die Abwehrkräfte und die Haut stärken
Viele Pferde reagieren ruhiger, wenn ihre Haut von innen heraus gestärkt wird.
Und du?
Hast du auch ein Pferd, das vor allem im Winter unter Juckreiz oder Schuppen an den Beinen leidet?
Leidet Ihr Pferd vor allem unter Scheuern, Beißen oder Schuppen, oder wirkt es an den Beinen unruhig?
Teile ruhig deine Erfahrungen – andere Pferdebesitzer können das oft sofort nachempfinden.