Juckreiz bei Ihrem Pferd im Herbst? Ursachen & praktische Tipps


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Juckreiz bei Ihrem Pferd im Herbst: Woher kann er kommen?

Woher kommt der Juckreiz bei Ihrem Pferd im Herbst?

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu, die Tage werden kürzer und die Temperaturen schwanken zunehmend. Für viele Pferdebesitzer scheint damit auch die Zeit der Juckreizbeschwerden und der empfindlichen Haut vorbei zu sein. Dennoch kann Ihr Pferd gerade in der Im Herbst verstärkt unter Juckreiz leiden, sich kratzen oder unter Schuppen, Krusten oder empfindlichen Stellen leiden.

Das ist eigentlich gar nicht so verwunderlich. Im Herbst ändert sich vieles auf einmal. Ihr Pferd wechselt das Fell und bildet ein Winterfell aus, es wird feuchter, die Temperaturen können von Tag zu Tag stark schwanken und die Decken werden wieder aus dem Schrank geholt. Auch Schlamm und nasse Beine spielen immer häufiger eine Rolle.

Leidet dein Pferd im Herbst unter Juckreiz? Achte dann nicht nur auf das Scheuern selbst, sondern versuche vor allem herauszufinden, Wo dein Pferd Juckreiz hat und was du an der Haut sehen und fühlen kannst.

In diesem Blog erfährst du, worauf du achten solltest und was du selbst tun kannst, um die empfindliche Pferdehaut im Herbst bestmöglich zu pflegen.

Warum kann ein Pferd im Herbst unter verstärktem Juckreiz leiden?

Juckreiz bei Pferden kann verschiedene Ursachen haben. Manchmal gibt es nicht einmal eine eindeutige Ursache, sondern es spielen mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle.

Im Herbst findet beispielsweise der Fellwechsel statt. Alte Sommerhaare fallen aus, während das Winterfell nachwächst. Zwischen diesen losen Haaren können Hautschuppen, Staub, Schweiß und Schmutz hängen bleiben.

Gleichzeitig wird es draußen feuchter. Pferde haben häufiger nasse Beine oder ein feuchtes Fell, und wenn ein Pferd eine Decke trägt, können sich Wärme und Feuchtigkeit darunter länger stauen.

Deshalb ist es ratsam, in dieser Zeit etwas öfter mit den Händen durch das Fell bis auf die Haut zu tasten, um es zu überprüfen.

Ein Pferd kann aus der Ferne ganz normal aussehen, während man unter dem längeren Fell dennoch kleine Krusten, Schuppen, Verdickungen oder empfindliche Stellen spürt.

1. Dein Pferd ist im Fellwechsel

Die Haarwechsel bei Pferden ist im Frühjahr deutlich zu erkennen, aber auch im Herbst verändert sich das Fell erheblich. Das Sommerfell weicht einem dickeren Winterfell.

Manche Pferde scheinen sich während des Fellwechsels etwas häufiger zu kratzen oder zu scheuern. Lose Haare, Hautschuppen und Schmutz können sich im Fell ansammeln.

Was kannst du während des Mauserprozesses selbst tun?

Bürste dein Pferd regelmäßig, um lose Haare und Schmutz zu entfernen. Bei empfindlicher Haut solltest du besser keine extrem harte Bürste verwenden und an Stellen, an denen die Haut bereits gereizt wirkt, besonders vorsichtig vorgehen.

Achte beim Bürsten nicht nur auf die Haare, die sich lösen. Schauen Sie sich auch die Haut darunter an und fühlen Sie sie.

Beachten Sie beispielsweise Folgendes:

  • Schuppen zwischen den Haaren
  • kleine Krusten
  • kahl oder mit dünnerer Behaarung
  • Rötung
  • Hautverdickungen
  • warme oder empfindliche Stellen
  • Stellen, an denen dein Pferd offensichtlich nicht gerne berührt wird.

So wird das Putzen gleich zu einem täglichen Kontrollmoment.

2. Feuchtigkeit und nasses Fell

September und Oktober können tückische Monate sein. An einem Tag ist es warm und trocken, während es am nächsten Tag ausgiebig regnet.

Die Haut eines Pferdes, die regelmäßig über einen längeren Zeitraum feucht bleibt, erfordert besondere Aufmerksamkeit. Vor allem Pferde mit dickem Fell oder viel Fell an den Beinen können Feuchtigkeit lange Zeit speichern.

Überprüfen Sie daher nach Regen nicht nur, ob sich die Oberseite des Fells trocken anfühlt. Fahren Sie mit den Fingern durch das Fell und fühlen Sie bis auf die Haut.

Das gilt auf jeden Fall für die Beine.

Tipp: Befeuchte die Beine der Pferde nicht öfter als nötig

Schlammverschmierte Beine müssen nicht unbedingt jeden Tag gründlich gewaschen werden.

Wenn das Waschen notwendig ist, ist es wichtig, dass die Haut danach gut trocknen kann. Dass Feuchtigkeit zwischen dicken Socken oder in der Kleidung zurückbleibt, sollte man möglichst vermeiden.

Überprüfen Sie außerdem regelmäßig die Hohlräume und tasten Sie vorsichtig zwischen den Tapeten nach. So können Sie Veränderungen früher erkennen.

3. Eine Decke kann Auswirkungen auf die Haut haben

Sobald die Temperatur sinkt, kommen bei vielen Pferden wieder die Decken zum Einsatz. Eine Decke kann angenehm sein, wenn ein Pferd sie braucht, aber sie bedeckt auch einen großen Teil der Haut.

Unter einer Decke kann es außerdem wärmer werden, als man denkt.

Ein Pferd, dem es unter seiner Decke zu warm ist, kann ins Schwitzen kommen. Hitze, Feuchtigkeit und Reibung können dann die ohnehin schon empfindliche Pferdehaut zusätzlich belasten.

Fühlen Sie daher regelmäßig unter der Decke.

Nicht nur am Widerrist, sondern beispielsweise auch hinter der Schulter, an der Brust und entlang der Flanken. Überprüfen Sie sofort, ob Sie Scheuerstellen, kahle Stellen, Krusten oder andere Veränderungen feststellen.

Es ist schwierig, ein Pferd allein anhand der Außentemperatur zu beurteilen. Wind, Regen, Unterbringung, Fell, Alter und die individuellen Eigenschaften des Pferdes spielen ebenfalls eine Rolle.

4. Wo juckt dein Pferd?

Wenn sich Ihr Pferd häufig scheuert, liefert die Stelle, an der es sich scheuert, wichtige Informationen.

“Mein Pferd hat Juckreiz” sagt nämlich noch nicht viel aus. Versuchen Sie, es genauer zu formulieren.

Juckreiz an Mähne und Schweif

Reibt sich dein Pferd vor allem an Zöpfe oder Pferdeschwanz, dann schau dir die Haare und die Haarwurzeln genau an.

Überprüfen Sie die Haut auf Schuppen, kleine Wunden, Krusten, beschädigte Haare und Verdickungen. Achten Sie auch darauf, ob sich die Haut trocken oder feucht anfühlt.

Hatte dein Pferd im Sommer bereits juckende Haut? Dann solltest du auch im Herbst weiterhin darauf achten. Nur weil der Sommer zu Ende geht, heißt das noch lange nicht, dass sich die Haut von heute auf morgen wieder vollständig beruhigt hat.

Juckreiz an den Beinen

Treten, beißen in die Beine, Scheuern oder das ständige Reiben eines Hinterbeins am anderen Bein sind Anzeichen dafür, dass man sich die Beine genau ansehen sollte.

Fahre mit den Händen durch eventuelle Socken und überprüfe die Haut.

Achten Sie auf Krusten, Schuppen, verdickte Haut, kleine Wunden, Überwärmung und Empfindlichkeit.

Bei Pferden mit dichtem Fell kann man unter dem Fell schon einiges sehen oder fühlen, bevor man es aus der Ferne bemerkt.

Juckreiz am Bauch, am Hals oder am Körper

Reibt sich Ihr Pferd vor allem mit dem Hals, dem Bauch oder dem Körper? Dann achten Sie nicht nur auf die Stelle, an der es sich reibt.

Überprüfen Sie einen größeren Bereich. Manchmal befindet sich die empfindlichste Stelle nämlich direkt neben der sichtbaren Abnutzungsstelle.

Achten Sie auch auf mögliche Reibung durch eine Decke, einen Gurt oder anderes Material, das regelmäßig mit der Haut in Kontakt kommt.

5. Schuppen bei Ihrem Pferd: Schauen Sie über die trockene Haut hinaus

Schuppen bei Pferden werden schnell als “trockene Haut” abgetan. Doch Hautschuppen können verschiedene Ursachen haben.

Betrachten Sie daher das Gesamtbild.

Sind es feine, lose Schuppen oder haften sie an der Haut? Sind außerdem Krusten zu sehen? Tritt Haarausfall auf? Reibt sich das Pferd? Ist die Haut empfindlich? Und befinden sich die Schuppen an einer Stelle oder über einen größeren Teil des Körpers verteilt?

Wenn man sich solche Dinge genauer ansieht, erhält man viel mehr Informationen, als wenn man lediglich feststellt, dass das Pferd Schuppen hat.

Mach gegebenenfalls ein Foto von der Haut, wenn du etwas entdeckst. Mach ein paar Tage später erneut ein Foto aus ungefähr derselben Entfernung. So kannst du viel besser erkennen, ob sich eine Stelle verändert.

6. Krusten unter dem Winterfell werden leicht übersehen

Ein dichteres Winterfell hat einen großen Nachteil: Man sieht die Haut weniger gut.

Kleine Krusten oder empfindliche Stellen können daher eine Zeit lang unbemerkt bleiben.

Machen Sie es sich daher zur Gewohnheit, beim Bürsten an verschiedenen Stellen mit den Fingerspitzen durch das Fell zu streichen.

Tasten Sie zum Beispiel entlang:

  • Hals und Mähne
  • Kopf
  • Rücken
  • Flanken
  • Schwanzansatz
  • Bauch
  • Beine und Schienbeinhöhlen.

Spürst du etwas Ungewöhnliches? Dann ziehe die Haare vorsichtig auseinander, damit du die Haut genau betrachten kannst.

Je früher man eine Veränderung bemerkt, desto leichter ist es, deren Entwicklung im Auge zu behalten.

7. Ändere nicht alles auf einmal

Wenn ein Pferd plötzlich unter starkem Juckreiz leidet, ist die Versuchung groß, sofort verschiedene Produkte zu verwenden, das Futter anzupassen, Nahrungsergänzungsmittel hinzuzufügen und ein neues Shampoo auszuprobieren.

Aber wenn man fünf Dinge gleichzeitig verändert, weiß man hinterher nicht mehr, worauf die Haut reagiert hat.

Arbeite daher so übersichtlich wie möglich.

Notieren Sie gegebenenfalls, wann der Juckreiz begonnen hat, wo sich Ihr Pferd scheuert, wie die Haut aussieht und welche Pflegeprodukte Sie verwenden. Auch Veränderungen beim Futter, beim Weidegang, bei der Einstreu oder beim Einsatz von Decken können Sie notieren.

Das klingt vielleicht übertrieben, aber bei wiederkehrender Hautempfindlichkeit kann eine so einfache Hauttagebuch für dein Pferd sich als überraschend nützlich erweisen.

8. Halten Sie Bürsten und Pferdeausrüstung sauber

Das ist ein einfacher Tipp, der leicht vergessen wird.

Bürsten, Decken, Satteldecken und andere Utensilien sammeln Haare, Hautschuppen, Schweiß und Schmutz an.

Reinigen Sie die Bürsten daher regelmäßig und lassen Sie die gewaschenen Gegenstände vollständig trocknen, bevor Sie sie wieder verwenden.

Verwenden Sie Ihre Bürsten für mehrere Pferde? Es ist ratsam, jedem Pferd möglichst ein eigenes Set zur Verfügung zu stellen, insbesondere wenn eines der Pferde Hautprobleme hat.

9. Achten Sie auch auf Veränderungen im Lebensumfeld

Hat dein Pferd plötzlich angefangen, sich mehr zu zappeln? Dann denk mal kurz zurück.

Hat sich in letzter Zeit etwas geändert?

Vielleicht steht dein Pferd schon länger im Stall, es gibt jetzt eine andere Einstreu, es trägt seit kurzem eine Decke, es ist auf eine andere Koppel umgezogen oder du verwendest ein neues Pflegeprodukt.

Nicht jede Veränderung muss die Erklärung sein, aber wenn man systematisch zurückblickt, kann man manchmal doch ein Muster entdecken.

10. Pflegen Sie empfindliche Pferdehaut von außen und unterstützen Sie sie von innen

Bei Paardenkriebels betrachten wir bei einem juckreizempfindlichen Pferd gerne das Gesamtbild.

Gut äußere Hautpflege ist wichtig. Dabei achtet man darauf, was die Haut gerade braucht und wo die Empfindlichkeit liegt.

Darüber hinaus kann Unterstützung von innen heraus Teil des Vorgehens sein.

Kräuter betrachten wir dabei ausdrücklich als Ergänzung und nicht als eigenständige Lösung. Gerade die Kombination aus geeigneter Pflege von außen und Unterstützung von innen passt zu unserem Ansatz.

Welche Pflege geeignet ist, hängt vom Pferd, der Haut und davon ab, was man genau sieht. Ein Pferd mit empfindlicher Mähne und Schweif benötigt schließlich nicht automatisch dieselbe Pflege wie ein Pferd mit empfindlichen, nassen Beinen.

Wann sollte man nicht weiter selbst versuchen?

Nicht jedes Jucken kann oder muss man selbst behandeln.

Wenden Sie sich an Ihren Tierarzt, wenn Ihr Pferd beispielsweise unter starkem oder anhaltendem Juckreiz leidet, wenn sich die betroffenen Stellen schnell ausbreiten oder wenn die Haut schmerzhaft, warm, geschwollen oder feucht ist.

Auch bei tiefen Wunden, deutlichen Schwellungen, Krankheitsanzeichen oder wenn Sie sich nicht sicher sind, was Sie sehen, ist es ratsam, einen Tierarzt hinzuzuziehen.

Das gilt auch, wenn Sie die Haut bereits seit längerer Zeit pflegen, sich ihr Zustand jedoch nicht verbessert oder sich sogar verschlechtert.

Eine gründliche Analyse der Ursache ist wichtig, bevor man gezielt weitermachen kann.

Praktische Herbst-Checkliste für die Haut deines Pferdes

Führen Sie im Herbst ein- bis zweimal pro Woche beim Putzen eine kurze Hautpflege durch.

Überprüfen Sie dabei Folgendes:

Mähne und Schweif
Gibt es Schuppen, Krusten, kahle Stellen oder abgebrochene Haare?

Unter der Decke
Ist die Haut trocken? Hat dein Pferd geschwitzt? Siehst du Stellen, an denen die Decke scheuert?

Beine und Schienbeinhöhlen
Fühlt sich die Haut normal an? Siehst oder spürst du Krusten, Verdickungen oder empfindliche Stellen?

Unter dem dichteren Fell
Streiche mit den Fingerspitzen direkt über die Haut, anstatt nur über die Haare zu streichen.

Verhalten
Reibt, stampft oder beißt Ihr Pferd häufiger als sonst?

Änderungen
Hat sich etwas in Bezug auf die Pflege, die Unterbringung, den Weidegang, die Fütterung oder die Verwendung einer Decke geändert?

Wenn du diese Überprüfung regelmäßig durchführst, lernst du außerdem immer besser, was für dein Pferd normal ist.

Juckreiz bei Pferden im Herbst: Betrachten Sie das Pferd als Ganzes

A Pferd mit Juckreiz im Herbst muss also nicht automatisch dasselbe Problem haben wie ein Pferd, das sich mitten im Sommer scheuert.

Der Fellwechsel, Regen, Feuchtigkeit, Schlamm, Temperaturschwankungen und die wiederholte Verwendung von Decken machen den Herbst zu einer Zeit, in der die Haut der Pferde besondere Aufmerksamkeit verdient.

Versuche daher, nicht nur den Juckreiz zu sehen.

Schauen Sie, wo sich Ihr Pferd scheuert. Fühlen Sie bis auf die Haut. Untersuchen Sie Mähne, Schweif, Beine und Fesselhöhlen. Schauen Sie unter die Decke. Achten Sie auf Schuppen, Krusten und Veränderungen im Fell.

Und vielleicht das Wichtigste: Lerne die Haut deines eigenen Pferdes kennen.

Wenn man weiß, wie sich die Haut normalerweise anfühlt und wie sie aussieht, bemerkt man Veränderungen viel schneller.

Hat dein Pferd juckende Haut?

Sie sind sich nicht sicher, welche Pflege zu Ihrem Pferd passt? Bei Paardenkriebels schauen wir uns gerne gemeinsam an, was Sie beobachten, wo Ihr Pferd Beschwerden hat und welche Pflege dafür geeignet ist.

Schicken Sie uns bitte möglichst ein deutliches Foto der Haut und beschreiben Sie dabei, an welcher Stelle sich Ihr Pferd scheuert, wie lange dieses Problem bereits besteht und welche Mittel Sie derzeit anwenden.

So können wir gemeinsam mit dir gezielter über eine geeignete Pflege nachdenken von außen und Unterstützung von innen.

 

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