Heiße Tage für Pferde: Was man tun und was man vermeiden sollte


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Hitze und Pferde: Was man an heißen Tagen tun und was man auf keinen Fall tun sollte

Was tun bei Hitze?

Heiße Tage mit dem Pferd können anstrengender sein, als viele Menschen denken. Vor allem Pferde, die hitzeempfindlich sind, schwitzen oder unter Hautirritationen leiden, benötigen an heißen Tagen besondere Aufmerksamkeit. Sobald die Temperaturen steigen, verändern sich viele Pferde schlagartig. Sie werden träge, schwitzen, sind schneller gereizt oder werden im Gegenteil unruhig. Bei Hitze geht es jedoch nicht nur darum, dass es “ein bisschen warm ist”. Vor allem Pferde mit empfindlicher Haut, dickem Fell, CPL, Sommerjuckreiz oder stark behaarten Beinen können unter der Hitze viel stärker leiden, als man manchmal denkt.

Viele Menschen machen an heißen Tagen unbewusst Fehler, die es ihrem Pferd gerade noch schwerer machen. Deshalb findest du im Folgenden keine Standardliste, sondern praktische Tipps, auf die du wirklich achten kannst.

Was man bei Hitze besser NICHT tun sollte

Intensives Fahren mitten am Tag

Das klingt logisch, kommt aber immer noch häufig vor. Zur heißesten Tageszeit bleibt die Wärme viel länger im Körper des Pferdes gespeichert. Vor allem bei Pferden mit kräftigerem Körperbau, üppiger Mähne oder viel Fell sieht man, dass sie manchmal noch Stunden später warm bleiben.

Manche Pferde wirken zwar noch “fit”, überhitzen sich aber inzwischen langsam.

Der frühe Morgen oder der späte Abend ist oft ein viel schönerer Moment.

Das Pferd eiskalt abspritzen

Ein häufiger Fehler bei Hitze.

Eiskaltes Wasser auf einem überhitzten Pferd kann dazu führen, dass der Körper gerade dann Schwierigkeiten hat, Wärme abzugeben. Vor allem große Mengen an kaltem Wasser, die auf dem Körper verbleiben, können Wärme speichern.

Besser:

  • Lauwarmes oder kaltes Wasser verwenden
  • Wasser sofort mit einem Schaufelmesser abtragen
  • Wiederholen, anstatt es einmal klatschnass zu machen

Nasse Beine in der Wärme trocknen lassen

Vor allem bei Pferden mit dicken Socken, CPL-Empfindlichkeit oder empfindlicher Haut können Wärme, Feuchtigkeit und stehende Luft zu Hautirritationen führen.

Viele Menschen waschen sich im Sommer häufiger die Beine, vergessen dabei aber, dass das gründliche Abtrocknen mindestens genauso wichtig ist.

Den ganzen Tag in der prallen Sonne stehen lassen
Manche Pferde suchen von selbst Schatten auf. Andere stehen einfach weiter in der Sonne und braten sich, bis sie überhitzt sind.

Dunkle Pferde, Pferde mit dichtem Fell oder Pferde, die ohnehin anfällig für Juckreiz und Hautirritationen sind, leiden hier oft schneller darunter.

Schatten, Luftzirkulation und ausreichend Ruheplätze machen wirklich einen Unterschied.

Die Vorstellung, dass Schwitzen “gut” ist

Schwitzen ist normal. Aber extremes Schwitzen, klebriger Schaum, schnelle Atmung oder eine langsame Erholung nach körperlicher Anstrengung sind Anzeichen, die man ernst nehmen sollte.

Ein Pferd, das noch lange nach dem Anhalten weiter keucht, hat oft größere Schwierigkeiten beim Abkühlen, als man denkt.

Was du an heißen Tagen tatsächlich tun kannst

Früher am Tag arbeiten
Viele Pferde bewegen sich früh am Morgen oder später am Abend besser. Oft merkt man sofort einen Unterschied in Bezug auf Atmung, Energie und Regeneration.

Achte genau auf Haut und Schweißflecken

Hitze, Schweiß und Fliegen führen regelmäßig zu zusätzlichem Scheuern und Hautreizungen. Vor allem:

unter dem Mond
Schwanzansatz
zwischen den Hinterbeinen
unter Decken oder Masken
in dicken Tapetenstreifen
Ein Pferd, das sich in warmen Perioden plötzlich häufiger scheuert, sendet oft Signale aus, dass die Haut überlastet ist.

Regelmäßig ausspülen und gut trocknen lassen

Für viele Pferde ist es herrlich, kurz abgespült zu werden. Bei empfindlicher Haut ist es jedoch oft weniger angenehm, längere Zeit nass zu bleiben.

Deshalb:

  • spülen
  • Schweiß entfernen
  • gut abtrocknen
  • die Haut atmen lassen

Fliegen und stehende Luft ernst nehmen

Hitze allein ist oft nicht das größte Problem. Es ist die Kombination aus:

Wärme
Schweiß
insekten
stehende Luft
was dazu führt, dass Pferde unruhig werden oder sich häufiger scheuern.

Besondere Vorsicht bei empfindlichen Pferden

Pferde mit:

  • Sommergefühle
  • dicke Socken
  • CPL-Empfindlichkeit
  • empfindliche Haut
    schnell ins Schwitzen kommen
  • Übergewicht
  • können Wärme oft weniger gut abgeben.

Diesen Pferden tut es meist mehr gut, sich auszuruhen, sich abzukühlen und eine neue Hautpflege-Routine zu bekommen, als “einfach weiterzumachen”.

Anzeichen dafür, dass die Hitze zu viel wird

Achte besonders darauf, wenn dein Pferd:

  • er keucht weiter
  • wird träge
  • sich kaum bewegen will
  • viel mehr scheuert
  • isst schlecht
  • extremes Schwitzen
  • hält die Beine warm
  • reagiert schneller gereizt
  • bleibt durch das Schwitzen lange nass
  • Das sind oft die ersten Momente, in denen man eingreifen muss, bevor es noch schlimmer wird.

Bei warmem Wetter muss man sich manchmal einfach anpassen

Viele Pferdebesitzer haben ein schlechtes Gewissen, wenn sie bei Hitze weniger trainieren. Aber manche Tage eignen sich einfach nicht für intensives Training.

Ein gemütliches Bürsten, ein kurzer Spaziergang oder einfach nur gemeinsam im Schatten zu stehen, kann dann mehr wert sein als ein hartes Training bei 30 Grad.

Denn letztendlich geht es nicht darum, “einfach weiterzureiten”, sondern darauf zu achten, was dein Pferd in diesem Moment verkraften kann.

Paardenkriebels.nl – natürliche Pflege für Pferde mit empfindlicher Haut und Juckreiz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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